Tschetschenen – Kämpfen ist ihr Schicksal – The Fight Nations

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TschetschenenAls der Sportgott den Deutschen den Fußball in die Wiege legte, segnete er ein anderes Volk fürs Ringen und Mixed Martial Arts. Gemeint sind die Tschetschenen. Schon vor Jahrhunderten galten die Kaukasier als furchtlose Krieger. Auch heute noch ruft es bei vielen Kämpfern Unbehagen hervor, wenn sie gegen einen Tschetschenen antreten müssen. In aller Welt fällt die nicht geringe  Anzahl der Tschetschenen auf, die gerade beim MMA für Furore sorgen. Da ist beispielsweise ein Mairbek Taisumov, der bei der UFC Kampf für Kampf zeigt, dass er weltweit zu den Besten gehört. Mit Mamed Khalidov kämpft eine wahre Legende bei der polnischen MMA Organisation KSW. In Deutschland ist einer der bekanntesten Namen Lom-Ali Eskijew, der schon lange mit großen Organisationen wie der UFC oder Bellator in Verbindung gebracht wird.

Weltweit erfolgreich

Tschetschenen sind in aller Welt als Kampfsportathleten aktiv. Bis in die größten Organisationen haben es die “Chechen Fighter“ geschafft. Bemerkenswert ist ihr Zusammenhalt untereinander. Sie unterstützen sich gegenseitig wo sie können, viele begleiten ihre Landsleute zu weit entlegenen Events und feuern sie vor Ort lautstark an. Doch eigentlich ist der Erfolg der Tschetschenen mehr als erstaunlich, da die kleine russische Republik etwas weniger als 1.3 Millionen Einwohner zählt, also knapp weniger als eine Großstadt wie München. Was ist also das Geheimnis der Tschetschenen?

Das Geheimnis der Tschetschenen

Das wahre “Geheimnis“ der Tschetschenen werden wir nicht gänzlich lüften können, aber man sollte zumindest einen Teil ihrer bewegenden Geschichte kennen. Sie waren immer schon ein zähes und kämpferisches Volk, dass sich seit der ersten Einflussnahme durch die Russen im 16. Jahrhundert dem Zarenreich widersetzte. Obwohl man der Großmacht zahlenmäßig und waffentechnisch weit unterlegen war, leisteten die mutigen Kaukasier den Russen über die Jahrhunderte erbitterten Widerstand. Ihr Kampf dauerte bis tief in die 90er Jahre an.

Ringen ist Volkssport

Die Tschetschenen wachsen mit Ringen auf. Die Liebe zum Volkssport wird vom Vater zum Sohn weitergegeben und es gibt wahrscheinlich kaum einen unter ihnen, der nicht wenigstens die Basics beherrscht. Im Kaukasus ist man als erfolgreicher Kampfsportler, gerade als Ringer oder Mixed Martial Arts Athlet, ein angesehener Mann. Zum Vergleich dazu ist Kampfsport in Deutschland verrufen und schnell wird man als Praktizierender in eine Schublade gesteckt.

Der Wille zu gewinnen und eine Karriere als Kämpfer zu machen, steckt bei vielen Tschetschenen in den Genen. Nicht wenige von ihnen suchen in jungen Jahren den Weg ins Ausland. Ohne Sprachkenntnisse und Mittel reisen viele nach Deutschland oder Österreich. Dabei auf Anhieb einen guten Job bzw. eine Ausbildung zu finden, gestaltet sich schwierig. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass ihr erster Weg sie bald schon in ein Kampfsportgym führt. Beim Sport finden sie Halt und familienähnliche Strukturen. Und natürlich freut es auch die Kampfsportschulen, wenn ein gut ausgebildeter Kaukasier vor ihnen steht, den sie praktisch nur noch schleifen müssen.

Kämpfen ist ihr Schicksal

Die meisten tschetschenischen Kämpfer gelten als sehr zuverlässige und loyale Partner, die selbst verletzt kaum einem Duell aus dem Weg gehen. Das Kämpfen liegt ihnen im Blut. Jahrzehnte wehrte sich die kleine Republik gegen das übermächtige Russland und die Weltmacht biss sich an ihnen die Zähne aus. Tschetschenien musste dafür viel Leid und erhebliche menschliche Verluste ertragen. Aber für ein so kleines Volk wäre es sicherlich auch fatal gewesen, wenn sie keine Kämpfernaturen wären. Das Kämpfen ist ihr Schicksal und sicherte ihnen ihr Überleben. 

Demnächst werden wir in unserer Rubrik “The Fight Nations“ weitere Völker vorstellen. Wenn ihr einen Wunsch oder eine Meinung dazu habt, schickt uns eine Nachricht an:

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