PFL 8 – Valdrin Istrefi muss schwere Hürde meistern

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PFL 8: Valdrin Istrefi vs. Philipe  Lins.

Auch Valdrin “The Beast“ Istrefi wird wie Max Coga am 5. Oktober 2018 seinen nächsten Kampf bei der Professional Fighters League (PFL) bestreiten. Im Viertelfinale trifft das Schwergewicht aus der Schweiz auf den starken Brasilianer Philipe “Monstro “ Lins.

Holpriger Start

Valdrin Istrefi (13-2) startete unglücklich ins PFL-Tournament. Der Schweizer mit albanischen Wurzeln unterlag im ersten Kampf der Vorrunde gegen den erfahrenen UFC-Veteran Jared Rosholt nach Punkten. Damit stand er gleich zu Beginn unter Druck. Doch im zweiten Vorrundenkampf konnte sich die Nr. 1 im GFN-Schwergewichts-Ranking mit einer überzeugenden Leistung rehabilitieren. “The Beast“ besiegte Daniel Gallemore in der zweiten Runde durch TKO. Nach der Vorrunde landete der 27-jährige Kämpfer vom Planet Eater Gym auf dem sechsten Platz und qualifizierte sich fürs Viertelfinale.

Bellator Veteran als Gegner

Fast die Hälfte aller seiner Kämpfe bestritt Philipe Lins (11-3) bei Bellator, der MMA-Organisation, die als ärgster Konkurrent der UFC gilt. Doch nach zwei bitteren Knockout-Niederlagen in Folge war Schluss bei den Amis. Als sich somit die eine Tür schloss, eröffnete sich für den Brasilianer mit der PFL eine neue millionenschwere Möglichkeit. “Monstro“ stieg allerdings erst im zweiten Vorrundenkampf ins Tournament ein und musste somit unbedingt gewinnen, um sich fürs Viertelfinale zu qualifizieren. Und der schlagstarke Kämpfer vom Zuckerhut erfüllte alle Erwartungen der PFL-Organisatoren. Er bezwang Alex Nicholson souverän durch TKO in der zweiten Runde und landete dadurch im Tableau auf dem dritten Platz. Der 33-Jährige konnte bislang sechs von elf Siegen via Knockout erzielen und außerdem gewann der BJJ-Schwarzgurt drei Kämpfe via Submission, was insgesamt eine Quote von 82 Prozent vorzeitig erzielter Siege bedeutet. Damit ist klar, dass Lins ein gefährlichen Allrounder und Finisher ist, bei dem Istrefi auf allen Ebenen wachsam sein muss.

Animalisches Duell

Mit 84 Prozent vorzeitigen Siegen ist Istrefis Quote minimal besser als die von Lins, doch der Schweizer hat nicht wie der Brasilianer so viele Kämpfe auf dem aller höchsten Niveau bestritten. Trotzdem spricht für Istrefi, der von UFC-Kämpfer Peter Sobotta trainiert wird, dass er ebenfalls ein ausgeglichener Allrounder ist und bei seinen zwei einzigen Niederlagen nur nach Punkten besiegt werden konnte. Lins kassierte dagegen seine drei Niederlagen alle durch Knockout, was für ein fragiles Kinn spricht. Man darf ein ausgeglichenes Duell zwischen zwei Athleten erwarten, die alles in der Arena beherrschen. Somit dürfte es bei diesem animalischen Duell zwischen dem Biest und dem Monster auf die Tagesform ankommen.

Es berichteten: Alex Unruh, Alp Türkmen