One Man Series – Die kleinen und großen Highlights in Hamburg 

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One Man Series – Die kleinen und großen Highlights in Hamburg 

Das war sie also, die One Man Series „Local“ Edition. Eines kann man vorab sagen: Das Event bestach am Samstag, den am 30. Juni 2018 in Hamburg mit vollem Haus, tollen Kämpfen und eine super Stimmung. Zurecht war Veranstalter Brian Al Amin mehr als zufrieden und strahlte dementsprechend übers ganze Gesicht. Abgesehen von der tollen Organisation der Veranstaltung, wussten auch seine eigenen Kämpfer des Hanse Gyms im Ring zu überzeugen.

Youngster Stadtduell entpuppt sich als Kracher

Der erste richtige Kracher des Abends war ein Hamburger Stadtduell zwischen den Youngstern Merlin Madsen vom Hanse Gym und seinem Gegenüber Tom Schuhmann vom Phantom Fighting Team. Eines muss vorab gesagt werden: Diese Jungs haben am Samstag Eier gezeigt! Entschuldigt die Wortwahl, aber anders kann man diese epische Schlacht zwischen zwei Junglöwen nicht beschreiben. Das Duell war auf einem technisch sehr hohen Niveau und beide schenkten sich nichts. Schuhmann blutete bereits in der ersten Runde stark aus der Nase, nachdem er durch eine gute Boxkombination von Madsen getroffen wurde. Natürlich hatte Madsen Lunte gerochen und setze in der zweiten Runde nach. Beide Kämpfer kannten nur den Vorwärtsgang. Es machte unglaublich Spaß diesen Kampf sehen zu dürfen. In der 3. Runde gewann Madsen immer mehr Oberwasser und war letztendlich der verdiente Sieger. Nochmal ein großes Lob an beide Jungs und ihre Gyms, Kampfsportdeutschland hat sehr gute Talente.

Starkes K1-Vier-Mann-Turnier mit kuriosem Ende

Nachdem die 8 Vorkämpfe abgehandelt waren, konnten sich die Zuschauer auf eine gut bestückte Maincard freuen.

Hervorzuheben wäre da das 4-Mann-K1-Turnier bis 70 Kg, bei dem mit MMA-Handschuhen gekämpft wurde. Den ersten Kampf bestritten Ronny Kamenik vom Bazuka Gym Halle und Mohammed Al Maawi vom Spitfire Gym Berlin. Die erste Runde war sehr ausgeglichen bis Kamenik einen super High-Kick an den Kopf seinen Kontrahenten brachte. Dieser tanzte zwar den Spaghetti-Leg-Dance aber fing sich schnell. Danach folgte ein richtiges Geballer, aber keine Kneipenschlägerei oder ähnliches, sondern K1 auf hohem Niveau mit vielen harten Treffern. Al Maawi war besser im Kampf und sorgte mit seinen harten Schlägen für einige Wirkungstreffer. Der kernige Kamenik gab aber nie auf. Al Maawi übernahm in der 3. Runde das Geschehen und brachte gute Kombinationen an den Mann. Daher verdienter Sieger nach Punkten und erster Finalist: Mohammed Al Maawi

Im zweiten Kampf des Turniers sollte der zweite Finalist ermittelt werden. Hugo Vach vom Kenpokan Hannover traf auf den Düsseldorfer Igor Nedoboy. Vach ist ein junger Stern am K1 Himmel, der bereits bei Big Game in Bochum mit einer starken Leistung für Aufsehen sorgte. Und auch gestern ließ er es ordentlich knallen. Nach einem schnellen Knie zu Beginn des Kampfes, musste Nedoboy direkt angezählt werden. Vach versuchte nachzusetzen, doch dann passierte etwas, dass man unter jugendlichem Leichtsinn verbuchen und abhaken sollte. Nedoboy biss sich in den Kampf zurück und Vach wollte zu viel, dabei lief er in eine harte Rechte seines Gegners und ging zu Boden. Nachdem er angezählt wurde, ging es kurz weiter, doch die Nase war durch und das Wohl des jungen Mannes hatte glücklicherweise höchste Priorität. Der Refree brach den Kampf folgerichtig ab. Somit stand Nedoboy als zweiter Finalist fest.

Das Finale fand allerdings nicht statt, da 3 Teilnehmer zu stark verletzt waren, sodass Nedoby am Ende allein im Ring stand und sich das Preisgeld von 500 Euro einstrich.

Hüdür und Feike brennen Feuerwerk ab

Einen Kampf des Abends zu küren ist schwer, aber ein Kandidat wäre die Paarung zwischen Kerim Hüdür vom Xite Gym Trittau und Charlie Feike von Nubia Sports Wiesbaden. Die beiden K1 Kämpfer wussten die Zuschauer bei diesem Kombinations-Spektakel mitzureißen. Hüdür wie auch Feike feuerten 3 Runden lang aus allen Rohren. Es ging hin und her, allerdings gelang es Hüdür mehr Treffer zu landen und somit gewann er verdient nach Punkten. Trotzdem muss man sagen, dass beide Kämpfer ein wahres Feuerwerk abbrannten, das man einfach gesehen haben muss. Ein Rückkampf wäre sicherlich auch bei diesem Duell sehr interessant.

Agaev meldet sich souverän zurück

Im Co-Main-Event des Abends standen sich im MMA der Lokalmatador Selim Agaev und Andris Agaida gegenüber. Agaev mag zwar noch jung sein, aber hat trotzdem jetzt schon mehr Kämpfe als andere Athleten in ihrer ganzen Karriere absolviert. Er traf eine Zeit lang in seiner Karriere die falschen Entscheidungen, kämpfte beispielsweise ohne Vorbereitung, aber auch krank oder verletzt. Dieses Mal sollte alles anders werden.

Man sah einen Selim Agaev der seinen Gegner von der ersten bis zur letzten Sekunde dominierte. Der Hamburger wirkte frisch, austrainiert und souverän. Nicht eine Sekunde gab es einen Zweifel daran, dass er den Kampf verlieren könnte. Er sicherte sich Takedowns, traf mit den Fäusten nach Belieben und ließ seinem Gegenüber nicht den Hauch einer Chance. So sahen es auch die Punktrichter. Einstimmiger Sieger nach Punkten war Agaev, der nun wieder eindrucksvoll in die Erfolgsspur gefunden hat.

Topduell endet mit kaputter Nase

Kevin Burmester (Xite Gym Trittau) vs Kristian Malocaj (Bujin Gym Mönchengladbach): Bei dieser Paarung bekommt man als K1 Fan vor Nervosität schon feuchte Hände. Das ist so mit das Beste was man im deutschen K1 geboten bekommen kann. Und dann kämpfen beide auch noch mit MMA Handschuhen. Da weiß man einfach, dass es knallen wird.

In der ersten Runde tasteten sich beide Kämpfer ab und setzten hüben wie drüben kleine Nadelstiche. Niemand wollte ins offene Messer laufen und dem Gegenüber die Möglichkeit geben, den Kampf schnell zu beenden. Doch Burmester fing sich früh eine blutige Nase, was ihm das atmen erschwerte. Malocaj nutzte den Vorteil und hielt sich seinen Gegner gut auf Distanz. Der Gladbacher arbeitete viel und boxte schöne lange Hände. Burmester hingegen blieb trotz des Handicaps mit seinem harten linken Haken gefährlich. Im weiteren Kampfverlauf traf Malocaj immer öfter und Burmester fand nicht ganz in den Kampf und igelte sich zum Teil an den Seilen ein, was ein ungewohntes Bild war. In der zweiten Runde war dann aber auch Schluss, weil der Ringarzt den Kampf wegen der kaputten Nase abbrach. Verdienter Sieger war somit Kristian Malocaj.

Nach diesem tollen Event mit vielen kleinen und großen Highlights freuen wir uns schon auf die große Version der One Man Series im Februar 2019.

Zur Diskussion

Aus Hamburg berichtete Momo Sa

Die Resultate im Überblick

Fabio Somedo (Team Attila HH) bes. Moustafa Behrouz (Flmingo Gym Bremen) durch Aufgabe Runde 3

Gian Lucas Werner (Combat Center Lüneburg) bes. Elias Kopp (Spitfire Gym Berlin) via split Decision

Maximilian Kasch (Combat Center Lüneburg) bes. Sergey Tanasoglo KKS Sparta Aachen) via Submission in Runde 2

Merlin Madsen (Hanse Gym Hamburg) bes. Tom Schuhmann (Phantom Fightim Team Hamburg) via unanimous Decision

Patrick Pohlmann (Hanse Gym Hamburg) bes. Simon Wu (Phantom Fightin Team Haburg) via unanimous Decision

Stephan Hazizowic (Combat Center Lüneburg) bes. Salim Soulimani (KKS Sparta Aachen) via RNC Runde 1

Rehan Din (Central Fight Club Hamburg) bes. Orestis Savrakidis (KKS Sparta Aachen) via TKO Runde 2

Hasan Saryiar (Spitfire Gym Berlin) bes. Yunus (Flamigo Gym Bremen) via unanimous Decision

Amy Adomah (Xite Gym Trittau) bes. Melissa Vogel (Aktiv Box Gym Westerstede) via Majority

Abby Brown (Hanse Gym Hamburg) vs. Rafaella Ebert (Gym & Boy Aschaffenburg) unentschieden

Mohammed Al Maawi (Spitfire Gym Berlin) bes. Ronny Kamenik (Bazuka Gym Halle) via unanimous Decison

Igor Nebodoy (Düsseldorf) bes. Hugo Vach (Kenpokan Hannover) via DSC Runde 1

Ronny Rautenstengel (Hanse Gym Hamburg) bes. Manuel Wiebers (Baltik Thais Kiel) via TKO Runde 1

Okan Celikdal (Spitfire Gym Berlin) bes. Jenosan BlackSea (Blacksea Bremen) via TKO Runde 1

Kerem Hügur (Xite Gym Trittau) bes. Charlie Feike (Nubia Sports Wiesbaden) via unanimous Decision

Selim Agaev (Team Agaev) bes. Andris Agaida (Nubia Sports Wiesbaden) vis unanimous Decision

Kristian Malocaj (Bujin Gym Mönchengladbach) bes. Kevin Burmester (Xite Gym Trittau) via DSC Runde 2