Interview mit Rafael dos Anjos: MMA hat eine große Zukunft in Deutschland

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Interview mit Rafael dos Anjos

UFC Star Rafael dos Anjos, der hochrangige Schwarzgurt im Brazilian Jiu-Jitsu und Nummer 5 in der Weltrangliste im Weltergewicht hat sich im Rahmen eines Seminars bei der Fightschool Hannover unseren Fragen gestellt. Das Interview hat für GFN Murat Aygün von Contract Fighters Germany, der auch Trainer in der Fightschool Hannover ist, geführt.

GFN: Wo siehst du Deutschland und die deutschen Kämpfer innerhalb der internationalen Welt des MMA-Sports?

Rafael dos Anjos: Ich habe das Gefühl, dass der Sport hier wächst. Ich hatte das Vergnügen ein Seminar in einem deutschen Gyms zu geben und habe dort viele hungrige Kids gesehen, die begierig darauf sind, MMA zu lernen. Ich denke, dass MMA eine große Zukunft hier in Deutschland haben wird, es ist nur eine Frage der Zeit.

Was ist das Geheimnis der Brasilianer, warum habt ihr so viele starke Kämpfer?

Nun, ich denke, weil wir in den Favelas (Elendsvierteln) aufgewachsen sind und das macht uns stärker (lacht). Spaß beiseite, ich glaube, weil Martial Arts schon lange zu unserer Welt gehört, genau wie die Familie Gracie. Kampfsport ist ein Teil unserer Kultur und unseres Geistes. Wir machen das schon so lange, speziell Jiu-Jitsu und MMA. Alles hat in Brasilien angefangen.

Wovon träumst du nach deiner Karriere?

Ich hätte gerne eine eigene Kampfsportschule, Brazilian Jiu-Jitsu, Muay Thai, MMA… Ich möchte mein Wissen an meine Schüler weitergeben und ihr Leben verändern, weil Jiu-Jitsu auch mein Leben verändert hat und ich möchte ihnen helfen, indem ich ihnen Jiu-Jitsu und die Welt des Kampfes näher bringe.

Welcher Kampf in deiner Karriere war der Schwerste für dich?

Mein schwerster Kampf war gegen Clay Guida, er hat mir gleich in der ersten Minute der ersten Runde den Kiefer gebrochen. Ich habe zwar noch bis zur 3. Runde weiter gekämpft aber das war echt hart.
(Anmerkung: Der Kampf gegen Clay Guida fand am 7. August 2010 bei der UFC 117 statt).

Würdest du gerne ein zweites Mal gegen Khabib Nurmagomedov antreten, um den Interims-Champion-Belt zu erhalten?

Nein, er ist ja nicht in meiner Gewichtsklasse, ich bin eine Klasse über ihm. Aber wenn er eines Tages in meine Klasse kommt, dann ist er ein Kämpfer, der ganz sicher interessant für mich ist.

Wie schätzt du generell die Situation in der Lightweight Division ein und speziell im Hinblick darauf, seit Conor McGregor Champion geworden ist?

Naja, die Jungs tun mir einfach leid, weil sie keine Chance haben werden, um den Gürtel zu kämpfen, weil Conor McGregor seinen Titel nicht so bald verteidigen werden wird. Genau so, wie er es im Federgewicht gemacht hat. Und die Kämpfer tun mir leid, weil sie nur den Interims-Gürtel haben werden.

Gegen wen würdest du im Moment gerne antreten?

Jetzt gerade würde ich gerne gegen Tyrone Woodley kämpfen wollen, das ist auch mein Ziel. Und ich weiß, ich kann ihn schlagen. Er hat alle in der Top Ten schon geschlagen, beziehungsweise alle Top 5 vor mir und ich bin der Einzige von den fünf Besten, die er bisher nicht besiegt hat und das wird er auch nicht. Ich werde ihn ganz sicher besiegen.

Wir bedanken uns bei Murat Aygün von Contract Fighters Germany, bei der Fightschool Hannover und Valentino von SportMMA für die Fotos. 

One more learning with the best Fighter from Brazil to the next Level.

Posted by SportMMA on Sonntag, 1. Oktober 2017