Integra FC 12: Lau, Dell, Aliu und Ataev holen Siege

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Integra FC 12 überzeugt!

Am Samstag, den 13. April fand in Wittlich die 12. Ausgabe von Integra FC statt. Um es vorweg zu nehmen: Jeder, der nicht dort war, hat ein gutes MMA Event verpasst. Die Zuschauer kamen im nahezu ausverkauften Eventum auf ihre Kosten. Dass eine Veranstaltung erfolgreich wird, liegt natürlich vor allem an den Kämpfern. Und diese schafften es, die Zuschauer zu unterhalten und mitzureißen.

Grand Prix bis 77 kg

Spannungsgeladen war unter anderem auch der Grand Prix in der Gewichtsklasse bis 77 kg. Djibril Dulatov vom NFT Gym schaffte es sich dominant gegen Zabiullah Mubarez ins Finale zu kämpfen. Dort sollte er nun auf Abdurashid Ataev treffen, der im Vorfeld als Favorit ins Rennen gegangen war. Jedoch ist MMA ein Sport, bei dem alles passieren kann.

Es war ein spannendes Finale, bei dem sich beide Kämpfer zunächst abtasteten und die Lücke in der Deckung ihres Gegners suchten. Ataev konnte durch einen Takedown den Kampf kurzfristig auf den Boden verlagern, doch Dulatov schaffte es wieder auf die Beine zu kommen, um gleich darauf in eine Guillotine zu geraten.
Um sich aus dieser kniffligen Situation zu lösen, kletterte er in bester WWE Wrestler-Manier auf den Rage (ein Ring in Form eines Oktagon) und schlug einen unglaublichen Salto. Die Zuschauer waren natürlich begeistert, Ataev dagegen weniger erfreut, der daraufhin nach Dulatovs Arm griff und den Kampf nach 3:26 Minuten durch einen Kimura in der ersten Runde beendete.

Auch Damen begeistern

Die Frauen haben im MMA längst bewiesen, dass sie sich nicht mehr verstecken müssen.
So auch Nathalie Wetstein vom UFD Gym und Katharina Dalisda vom MMA Spirit aus Frankfurt. Hier trafen nicht nur die zwei dominierenden Gyms Deutschlands aufeinander, sondern auch die der europäischen Elite.

Dalisda zeigte schnell, dass sie boxerisch einiges auf dem Kasten hatte. Ihre linke Schlaghand hörte man, wenn sie traf, durch die ganze Halle knallen. Sie zeigte eine ansprechende und dominante Leistung, aber Nathalie Wetstein dachte nicht eine Sekunde ans aufgeben. Sie kämpfte wie eine Löwin zurück und ließ sich trotz harter Schläge, die so einige Männer aus den Socken gehauen hätten, nicht hängen.
Am Ende war allerdings Katharina Dalisda die verdiente Siegerin nach Punkten.

Islam Dulatov überzeugt

Neben Djibril Dulatov war auch sein jüngerer Bruder Islam am Start, der gegen Firas Khasanov antrat. Dulatov ist sicherlich ein junges Talent, dass man sich nicht nur wegen seines Aussehens merken sollte, sondern auch wegen seiner kämpferischen Fertigkeiten. Er landete in der ersten Runde harte Treffer und zeigte schnell seine Vielseitigkeit.
Er punktete mit sehr guten boxerischen Skills und harten Kicks, die das Leben von Khasanov schwer machten.

Auch in der zweiten Runde verfolgte Dulatov wie eine Maschine sein Ziel, um es im richtigen Augenblick gut zu treffen. Er wurde immer dominanter und war am Ende der überzeugende Sieger nach Punkten.

Shuaipov holt den Sieg

Eine explosive Paarung war das Duell zwischen Magomed Shuaipov und Igor Nedoboy. Beide schenkten sich von der ersten bis zur letzten Sekunde nichts. Shuaipov wurde als Tschetschene das Ringen in die Wiege gelegt, was, um es vorweg zu nehmen, auch der Schlüssel zu seinem Punktsieg war. Nedoboy wäre wahrscheinlich der bessere Striker an diesem Abend gewesen, jedoch schaffte es Shuaipov ihn zu Boden zu bringen. Hier bewies Nedoboy großes Kämpferherz, der mit einem starken Ringer am Boden gut mitgehen konnte, aber letztlich unterlegen war.

Dell siegt nach klugem Kampf

Eugen Dell hatte bereits vor dem Duell gegen Sergio Hidalgo aus Spanien acht Pro-MMA Kämpfe auf dem Buckel. Der Spanier wollte Dell schnell kalt erwischen und stürmte offen auf diesen los. Dell ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und ließ seinen Gegner ins Leere laufen. Er setzte zunächst immer wieder kleine Nadelstiche, ehe er in Runde zwei den Deckel drauf machen konnte. Dell schaute sich seinen Gegner aus, lauerte auf den richtigen Moment und feuert eine trockene Rechte ins Ziel. Hidalgo ging zu Boden, was Dell direkt zum Nachsetzen ausnutzte und den Kampf beendete.

Striking MMA Kampf weiß zu überzeugen

Berat Aliu und Yannis Ladjal, zwei Weltmeister im K1, die sich nun die MMA-Handschuhe anzogen, trugen keinen klassischen MMA-Kampf aus, sondern einen „Striking MMA“ Kampf, eine abgewandelte Form, in dem es keinen Bodenkampf, aber Takedowns und Submissions im Stand sowie Muay Thai Strikings gibt. Eine neue aufregende Form für die Zuschauer.
Aliu zeigte schnell, dass er wenig Lust auf clinchen oder Takedowns hatte. Er traf mehrfach hart mit der Rechten. Ladjal versuchte hingegen sein Heil in blitzschnellen Kicks zu finden. Ein krachender linker Haken des Albaners schickte den Franzosen zu Boden, der aber wieder auf die Beine kam.
In der zweiten Runde wollte Aliu keine Gefangenen machen. Er verfolgte seinen Widersacher und schickte ihn nochmals zu Boden. Daraufhin flog aus der französischen Ringecke auch schon das Handtuch. Eine eindrucksvolle Leistung des Krokodils.

Hauptkampf setzt i-Tüpfelchen auf gelungenes Event

Für den Hingucker des Abends sorgten im Hauptkampf der Spanier Felipe Nsue und der Lokalmatador Robert Lau. Beim Einlauf in den Rage bebte die Halle förmlich und die Zuschauer kannten kein halten mehr. Was aber kaum jemand ahnen konnte war, dass dieses Duell enger als gedacht sein würde, denn Nsue hat bereits über 30 MMA-Profikämpfe und wollte beweisen, dass er nicht als Fallobst nach Deutschland kam.

Es war ein spannendes Duell, das hin und her ging, sowohl am Boden als auch im Stand. Beide Kämpfer schenkten sich nicht einen Millimeter. Beide konnten harte Treffer landen. Selbst als Lau es schaffte Nsue zu mounten, gab dieser nicht auf und kämpfte sich zurück. Im Stand wusste der Spanier mit harten Jabs zu überzeugen. Lau kämpfte aber mit Verstand und holte sich mit mehreren Takedowns wichtige Punkte. Nsue versuchte Lau immer wieder mit harten Schlägen unter Druck zu setzen, doch der junge Deutsche zeigte, dass sein Kampf immer reifer wird. Zwar ließ er sich in der letzten Runde auf eine gefährliche Schlägerei ein, jedoch ohne die Kontrolle zu verlieren. Weiter suchte er den Takedown, wo er seinen Gegner am Boden gut kontrollieren konnte, aber der Spanier nicht locker ließ.

Am Ende war es für Lau trotz harter Arbeit ein verdienter Punktsieg.

Veranstalter Wladimir Schwarz hat mit seinem Konzept ein mehr als gelungenes Event auf die Beine gestellt und die 12. Auflage von Integra FC lässt auf viele weitere Fortsetzungen hoffen.
Eventuell in einer größeren Halle?
Ja, das Potenzial dafür hat Integra FC definitiv. Sag Deine Meinung

Momo Sa

Ergebnisse Integra FC 12

IFC 12 Wittlich| 13.04.2019 | Eventum Wittlich
  • Djibrail Dulatov gewinnt gegen Zabiullah Mubarez nach Punkten
  • Raul Lemberanskij gewinnt gegen Timur Bagljarov nach Punkten
  • Cagri Ucar gewinnt gegen Isan Basnakaev nach Punkten
  • Katharina Dalisda gewinnt gegen Nathalie Wetstein nach Punkten
  • Ismail Cimen gewinnt gegen Philipp Müller nach Punkten
  • Islam Dulatov gewinnt gegen Firas Khasanov nach Punkten
  • Magomed Shuaipov gewinnt gegen Igor Nedoboy nach Punkten
  • D. Basnakaev gewinnt gegen Mohamed Makraou nach Punkten
  • Eugen Dell gewinnt gegen Sergio Hidalgo durch TKO in Runde 2
  • Abdurashid Ataev gewinnt Grand Prix Finale gegen Djibril Dulatov durch Submission Kimura in Runde 1 nach 3:26 Minuten
  • Berat Aliu gewinnt gegen Yannis Ladjal durch TKO in Runde 2
  • Michael Ovsjannikov gewinnt gegen Lucas Tenorio durch Rear Naked Choke in Runde 1 nach 3:27 Minuten
  • Vugar Bakhshyev gewinnt gegen Tobias Huber durch TKO
  • Robert Lau gewinnt gegen Felipe Nsue nach Punkten