GMC 23: Welterweight-Champion Kerim Engizek kehrt in den Käfig zurück

GMC 23 Oberhausen: Leonardo Sinis vs. Kerim Engizek

Wenn Kerim Engizek am 9. November in Oberhausen nach über einjähriger Pause in den Käfig zurückkehrt, werden viele Kampfsportfans in Deutschland, und auch in der Türkei, ganz genau hinsehen. Der GMC-Champion im Weltergewicht wird in der König Pilsener Arena seinen Titel gegen den Griechen Leonardo Sinis verteidigen. Keine leichte aber ganz sicher machbare Aufgabe für den Ausnahmekämpfer.

Engizek zufrieden in Deutschland

Lange mussten die Fans in Deutschland auf Kerim Engizeks Rückkehr in den Käfig warten. Zuletzt kämpfte der Athlet vom National Fighting Team Krefeld im September 2018 bei GMC 16 in Köln, wo er den Franzosen Thibaud Larchet durch Knockout in der zweiten Runde bezwang. Der mittlerweile 28-jährige Standkämpfer, der zu Beginn seiner Karriere noch als unzähmbar galt, hat sich zu einem dominanten Champion gemausert, der anders als viele seiner Kollegen nicht unbedingt die ganz große internationale Bühne benötigt, um sich zu bestätigen.

Vielmehr wünscht sich Engizek mehr Präsenz in der deutschen Öffentlichkeit für MMA. Die erhält er vermehrt bei der German MMA Championship, dem nationalen Leader in Sachen MMA, die es als einzige Veranstaltungsreihe auch ins deutsche Free-TV geschafft hat. Aber auch in der Türkei wird der Weg des Krefelders genau beobachtet. Seinen Kampf 2018 in Köln verfolgten weit mehr als drei Millionen Türken. Zahlen, von denen man hierzulande nur träumen kann, doch immerhin schafft es die GMC die größten Hallen Deutschlands zu füllen – auch oder gerade wegen Kämpfern wie ihm.

Starkes Ringen durch Eskijew

Die Karriere von Kerim Engizek verlief zu Beginn alles andere als nach Plan. 2009 betrat er als Teenie erstmals die MMA-Bühne in Deutschland. Auch wenn man sein Talent deutlich erkennen konnte, war er zu jener Zeit ein unfertiger und unreifer Kämpfer, der noch viele Flausen im Kopf hatte und die professionellen Kampfarenen mit der Straße durcheinander brachte. Die Quittung bekam er mit drei Niederlagen in Folge und einem Ruf als schlampiges Genie. Doch glücklicherweise fand er seinen Weg, wurde ruhiger und konnte sich in den letzten zehn Jahren Schritt für Schritt zu einem der stärksten Kämpfer entwickeln. Galt er früher nur als Standkämpfer als überragend, zeigt er mittlerweile auch im Ringen starke Fähigkeiten, auch durch Lom-Ali Eskijew, mit dem er im NFT Gym trainiert.

Mit seiner heutigen Extra-Klasse könnte der Türke sicherlich weltweit bei jeder großen Organisation oben mitmischen – auch in der UFC. Engizek hat in seiner Karriere 20 Kämpfe bestritten, von denen er 14 gewann und von denen wiederum nur drei Kämpfe über die volle Distanz gingen.

Kurzweilig soll es auch am 9. November in Oberhausen werden, wenn ihm ein Grieche die Rückkehr in den Käfig vermiesen will.

Bodenspezialist aus dem Land der Hellenen 

Leonardo Sinis (9-3-1) ist ein Jahr jünger als Engizek und hat bislang 13 Kämpfe auf dem Buckel. “The Pitbull“, wie der Mann von der Hafenstadt Thessaloniki genannt wird, ist ein ausgewiesener Bodenspezialist, der von 12 Kämpfen starke acht am Boden beenden konnte, einmal durch Knockout und drei weitere über die Zeit gewann. Er ist als Kämpfer von seiner Ausrichtung das Gegenteil vom Türken, was den Kampf damit besonders spannend machen wird. Ob Sinis den Titel mit nach Griechenland entführen kann, wird sich im November zeigen.

Wer gewinnt dieses brisante griechisch-türkische Duell in Oberhausen? Der Favorit heißt Engizek, der allerdings beweisen muss, auch mit dem unbequemen Stil des Griechen zurecht zu kommen.

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GMC 23 Oberhausen könnt Ihr auch live auf ran Fighting verfolgen. 

 

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