GMC 20 Berlin: Koray Cengiz verspricht Spektakel gegen Alex Djukic

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GMC 20: Koray “The Machine“ Cengiz vs. Alex Djukic

Am 29. Juni wird der Bremer Koray Cengiz in Berlin seinen nächsten MMA Kampf bestreiten. Bei der 20. Ausgabe der Kampfsportserie German MMA Championship (GMC) trifft er im Tempodrom im Halbschwergewicht auf den Paderborner Alexander Djukic. Den Fans verspricht Cengiz vorab ein Spektakel.

Vom Öl-Ringkampf zu MMA

Der Bremer Koray Cengiz (6-6) ist einer der aufsehenerregendsten Kämpfer der deutschen MMA Szene. Das Kraftpaket von der Weser, der unter dem Kampfnamen “The Machine“ in den Käfig steigt, gilt als kompromissloser Kämpfer, der ungern defensiv agiert, vornehmlich den Weg nach vorne sucht. Seinen offensiven Kampfstil verdankt er mitunter seiner Vergangenheit als klassischer Ringer und seiner langen Zeit in der altehrwürdigen Disziplin des Öl-Ringkampfs, einer Variante, die schon im 13. Jahrhundert im Osmanischen Reich praktiziert wurde.

Auf zu neuen Ufern

Als der heute 36-jährige Cengiz 2014 noch in seiner Geburtsstadt Kassel lebte, wollte er als getriebener des Sports etwas neues kennenlernen. Neben dem Ringen kam er als Kind mit Ballett und Leichtathletik in Berührung. Später wäre er sogar fast Profifußballer geworden, doch dauerhafte Knieprobleme, die es ihm auch schwer machten zu ringen, brachten ihn irgendwann zum MMA. Der Reiz am Neuen war für ihn groß, obwohl die in den USA so populäre Disziplin in Deutschland immer noch ein Dasein als Randsportsportart fristet. Das war Cengiz egal, so zog es ihn an die Weser zu neuen Ufern, wo er im bekannten Key Gym Bremen von den Gebrüdern Arslan zum Mixed Martial Arts Kämpfer geformt wurde.

Held mit guten Manieren

Bei seinen Anfängen im MMA kam ihm sein Background als Ringer natürlich zugute. Schnell entwickelte der Sohn türkischer Einwanderer mit abchasischen Wurzeln eine starke Affinität zum Vollkontakt-Kampfsport. Die ersten Erfolge ließen auch nicht lange auf sich warten. Cengiz eilte zwischen den Jahren 2015 bis 2017 von Sieg zu Sieg, musste dabei aber auch erkennen, dass der Sport in Deutschland nicht besonders reguliert war. Viele seiner Resultate wurden nie registriert. Statt eines positiven Kampfrekordes, wird er aktuell mit einem ausgeglichenen Rekord von sechs Siegen und sechs Niederlagen gerankt. Anfangs ärgerte er sich über diesen Umstand, doch mit der Zeit wuchs seine Popularität immer weiter an, was auch an seiner Optik liegt und ihm neue Türen öffnete.

Cengiz könnte einem Superheldencomic entsprungen sein, mal grimmig dreinblickend, mal heroisch in Siegerpose die Muskeln spielen lassend, baut er voll und ganz auch auf sein Entertainment-Talent. Doch so furchteinflößend sein Blick auch sein mag, so sehr hat er sein Herz am rechten Fleck sitzen. Koray Cengiz wird in der Szene sehr geschätzt, egal ob er gewinnt oder verliert, seine guten Manieren und den Respekt vor seinen Gegnern verliert er nie. Sein Aussehen ist ihm trotzdem wichtig. Neben dem Kampfsporttraining, stählt der sympathische Sportler seinen Adonis-Körper im Fitnessstudio weiter.

Ausgeglichener Rekord

Aktuell bereitet sich Cengiz auf seinen kommenden Kampf am 29. Juni in Berlin vor. Bei Deutschlands international bekanntesten Kampfsportreihe GMC wird er auf Alex Djukic aus Montenegro treffen, der bei den Paderborn Wombats trainiert. Djukic hat ebenfalls einen ausgeglichenen Kampfrekord, allerdings von je drei Siegen und genau so vielen Niederlagen. Bemerkenswert ist, dass noch keiner seiner sechs Kämpfe über die volle Zeit ging, alle endeten entweder mit einem Knockout oder durch Submission. Der 37-Jährige ist seit 2014 dem Sport verbunden. Auch er startete sehr erfolgreich in seine Karriere und schnell war er bei 3-0 Siegen angelangt. Sein erster und bislang letzter Auftritt bei GMC endete im April 2017 mit einer Niederlage gegen den aufstrebenden Florian Kopiec. In der Folge verlor er 2017 und 2018 noch zwei weitere Kämpfe, seinen letzten dabei gegen Tim Richter, einem namhaften wie auch kompromisslosen Finisher, dem der Paderborner durch Knockout unterlag.

Es wird richtig ballern

Von einer Niederlage kommt auch Koray Cengiz. Im vergangenen April musste er sich bei seinem Heimevent Hype FC dem Niederländer Abdenabi nach Punkten geschlagen geben. Eine Niederlage, die ihm nicht sonderlich schmeckte. Gegen Djukic soll wieder ein Sieg her und mit Blick auf seinen ebenso angriffslustigen Gegner freut sich “The Machine“ sehr auf den Kampf. Auf unsere Nachfrage zeigte er sich gewohnt kämpferisch:

Ich fühle mich super gut. Ich habe für meinen nächsten Fight viel abgenommen. Mein Plan ist es, nicht lange zu fackeln. Ich kann euch versprechen, dass es richtig ballern wird.

Langweilige Kämpfe? Nicht mit Cengiz und Djukic!

Die Fans, das wissen auch die Organisatoren der GMC, dürfen sich bei Koray Cengiz auf ein echtes Spektakel freuen und einen Kämpfer, der bis zur letzten berühmten Patrone alles gibt und der sich auf dem höchsten Niveau auf seine Kämpfe vorbereitet. Mit Alex Djukic stellt sich ihm ein Mann entgegen, der sicherlich keinen Plan hat, defensiv zu kämpfen, sondern den Zuschauern ebenfalls maximale Spannung bieten will. Damit hat man schon alles zusammen, was ein gutes Duell braucht.

Auf dem Papier ist Koray Cengiz leicht favorisiert, was allerdings in der Realität im Halbschwergewicht nicht viel bedeuten muss. Beide Kämpfer gehen mit guten Siegchancen ins Gefecht, Cengiz mit ein paar Prozent mehr, aber die Fans können sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ein frühes Ende einstellen.

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