Das Ende für Boxen im Ersten

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0250042Die ARD und der Sauerland-Boxstall werden in Zukunft wahrscheinlich getrennte Wege gehen. Der Grund dafür soll der mit 15 Millionen Euro dotierte TV-Vertrag sein, der den mächtigen Gremien angeblich zu hoch sei.

Als Begründung für das Aus für Boxen im Ersten wurde die angeblich finanziell enger werdende Perspektive im Sportrechteetat vorangeführt, was bei ca. 7.5 Milliarden Einnahmen von ARD und ZDF der umstrittenen Zwangsabgabe (Rundfunkbeitrag) sich lächerlich liest.

Die zuständigen Gremien der ARD-Landesrundfunkanstalten wollen sich im Spätsommer über das endgültige Ende für den Boxsport beraten.

Die Vorsitzende des WDR-Rundfunkrats Ruth Hieronymi hat sich jüngst gegen eine weitere Zusammenarbeit ausgesprochen. Ihre Begründung „Das Ziel beim Profiboxen, den Gegner bis zur Wettkampfunfähigkeit zu schlagen, sei mit den Anforderungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht zu vereinbaren“.
Was dann aus Arthur Abraham, Marco Huck oder Jürgen Brähmer wird, muss sich dann zeigen. Ohne TV Vertrag könnte Sauerland das gleiche blühen, wie der insolventen Universum Box-Promotion von Promoter Klaus-Peter Kohl. 2010 beendet das ZDF ihr Engagement im Boxsport und besiegelte so das Aus für den einstigen Konkurrenten von Sauerland, der einst mit Vitali und Wladimir Klitschko oder Felix Sturm große Namen unter Vertrag hatte.

Die Einschaltquoten von „Boxen im Ersten“ mit durchschnittlich 20% Marktanteil können nicht als Grund genommen werden. Was ich allerdings schon sehe, ist die Glaubwürdigkeit des Senders, die bei einigen von ihr mit unterstützten Fehlurteilen ihre Seriosität aufs Spiel gesetzt haben. Als Beispiel kann man einige Marco Huck Kämpfe nehmen, wie z.B den ersten Kampf gegen Firat Arslan. Damals wurde Arslan der klare Sieg vorenthalten und das Ganze von der ARD unterstützt.

Vielleicht will man mit dem Ende für Boxen weiter jüngeres Publikum verlieren und dafür die Älteren mit mehr Volksmusik verwöhnen. Sei es unseren Senioren gegönnt, allerdings soll eine einzige Sendung mit Bergmusik und Gejodele je nach Staraufgebot 5 Millionen und mehr Euros kosten…

Eine kleine Chance bleibt Sauerland noch. Angeblich soll es in der nächsten Zeit Sondierungsgespräche mit SAT 1 geben.

Wie dem auch sei, die ARD wird sich in wenigen Monaten entscheiden und wohlmöglich dann das Ende von Sauerland Events besiegeln.
Dagen werden werden Olympische Dopingspiele oder steroide Leichtathletik Weltmeisterschaften nie in Frage gestellt, genausowenig überteuerte Abende mit Volksmusik.

Attila Revada