Danyo Ilunga: Erst epische Schlacht gegen Vorstenbosch, dann Abschied

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Epische Schlacht zwischen Vorstenbosch und Ilunga 

 

Im nächsten Beitrag zu Big Game 2 geht es um den emotionalsten Moment im RuhrCongress Bochum. K1-Legende Danyo Ilunga trat gegen den hochaufgeschossenen Niederländer Bas Vorstenbosch an. Was die Zuschauer zu sehen bekamen, war eine epische Schlacht, die es in sich hatte. Anschließend gab es einige Tränen: Ilunga gab seinen Rücktritt bekannt.

Ilunga geht zu Boden

Es war der “Fight of the Night“ bei der zweiten Auflage von Big Game am vergangenen Samstag. Der für den erkrankten Murat Aygun eingesprungene Bas Vorstenbosch erwies sich als würdiger Ersatz. Der Türke konnte aufgrund einer Lungenentzündung das Superduell gegen Ilunga nicht antreten. Mit nur zwei Wochen Vorbereitung schien die Marschroute des Niederländers klar zu sein: Ein schneller KO-Sieg sollte her! Vorstenbosch setzte daher alles auf eine Karte und gab Vollgas. Mit einer starken Kombination schickte er den gebürtigen Kongolesen gleich auf die Bretter und versetzte die Halle in kurze Schockstarre. Ilunga konnte aufstehen, aber um gleich das zweite Mal Bekanntschaft mit dem Ringboden zu machen. Allerdings hatte Referee Yousef Yaqub kurz zuvor den Kampf gestoppt, was im Lärm unterging. Glücklicherweise konnte der Deutsch-Kongolese weiterkämpfen und er rettete sich in die Rundenpause.

Vorstenbosch geht langsam Puste aus

 

Hier fanden seine Betreuer anscheinend die richtigen Worte, denn der K1-Star trat fortan wie verwandelt auf und schalte zwei Gänge höher. Noch konnte Vorstenbosch in der zweiten Runde mithalten, aber Ilunga war in allen Belangen klarer in seinen Aktionen. Und die Zeit spielte auch nicht für den Niederländer, denn während sein weltbekannter Gegner immer stärker wurde, ging dem langen Schlaks langsam aber sicher die Puste aus. Das war auch der Startschuss für Ilunga, der seinem jüngeren Kontrahenten ab der dritten Runde klar die Grenzen aufzeigte.

Der Champ zeigt seine ganze Klasse

In der letzten Runde schickte Ilunga Vorstenbosch zweimal zu Boden. Der Niederländer kam zwar beide Male hoch, aber viel hatte er der Kampfkraft seines übermächtigen Gegners nicht mehr zu bieten. So siegte Ilunga verdient nach der zweiten auch die dritte Runde und letztlich einstimmig den Kampf.

Ilunga gibt Rücktritt bekannt

Nach der epischen Schlacht ergriff Ilunga das Wort. Er wertschätzte am Mikrofon nicht nur seinen zähen Gegner, sondern war auch froh, dass er bei Big Game seine Karriere beenden durfte. Tags zuvor wurde der 31-Jährige Vater einer Tochter und widmete ihr den Sieg. Allerdings hielt er sich eine Hintertür offen, da er bei entsprechenden Gagen und Rahmenbedingungen es sich noch einmal überlegen würde. Verständlich, denn ein Mann mit seiner Vita gehört auf die großen Bühnen dieser Welt, wie sie ihm in Bochum bei Big Game geboten wurde. Es wurde zudem bekannt, dass Ilunga an einem Magendarm-Infekt litt. Der 31-Jährige hatte sich bei seiner hochschwangeren Frau angesteckt.

Ilunga darf nicht aufhören

Mit 31 Jahren ist Ilunga noch viel zu jung, um Lebewohl zu sagen. Doch man hat Verständnis, dass man als junger Vater mit Verantwortung nicht mehr für ein Zubrot die Knochen hinhalten will. Es wäre schön, wenn Ilunga noch einmal in den Ring zurückkehren würde. Statt auf zweitklassige Kampfsportler als Zugpferde zu setzen, sollten sich manche TV-Sender ernsthafte  Gedanken darüber machen, einem Mann mit der Qualität eines Ilungas eine würdige Plattform zu bieten und mit etwas Mut sämtliche negativen “Farben- und Namenspiele“ aus den Köpfen zu streichen. Der Kampfsport in Deutschland ist bunt und hat einem Ilunga sehr viel zu verdanken, der “Kickboxing Made in Germany“ auf den großen Bühnen dieser Welt bekannt machte.

 

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