Conor McGregor vs. Diaz? Nurmagomedov? Ferguson? Mister X?

Witness the unstoppable rise of Conor McGregor; ‘Notorious’ is in cinemas November 8. Follow Conor McGregor: Notorious to find out more

Posted by Universal Studios Entertainment on Donnerstag, 5. Oktober 2017

Die ganz große Kohle ist schon kassiert und weitere Anmerkungen zum zurückliegenden Kampf gegen Floyd Mayweather will ich an der Stelle gar nicht machen. Mehr zum Thema gibt es im „Karnas-Corner“ (Hier klicken) zu lesen. Aber ich finde, dass McGregor mal so langsam seinen Pflichten als UFC-Champ nachkommen könnte. Daher möchte ich als UFC-Fan jetzt lieber ein wenig darüber spekulieren, welche Szenarien beispielsweise derzeit möglich sind.

Grundsätzlich gibt es in der UFC derzeit 3 potenzielle Gegner für den Iren. Schauen wir uns diese einmal genauer an:

Der legitime Anwärter 

AFP PHOTO / John Gurzinski (Photo credit should read JOHN GURZINSKI/AFP/Getty Images)

Am 7. Oktober kämpft Tony Ferguson bei UFC 216 gegen den Youngster Kevin Lee. Ferguson ist mit seinen 9 Siegen in Folge ohnehin schon ein Top Contender. Eigentlich hätte er bereits bei UFC 209 gegen Khabib Nurmagomedov um den Interimstitel kämpfen sollen. Das Duell wurde aber aufgrund Nurmagomedovs gesundheitlicher Probleme während des Gewichtmachens kurzfristig abgesagt. Die UFC hat versucht, den Kampf für Ende des Jahres erneut zu organisieren. Aus diversen Gründen, auf die ich hier nicht noch einmal eingehen möchte, hat dies jedoch nicht funktioniert.
Infolgedessen hat nun der ambitionierte Kevin Lee mit 5 souveränen Siegen in Folge die Chance erhalten. Es steht eigentlich außer Frage, dass McGregor danach gegen den Interims-Champion antreten müsste … eigentlich. Dass bei der UFC vieles eben nicht selbstverständlich ist, was selbstverständlich sein sollte, sehen wir aktuell an der Paarung Michael Bisping vs. GSP. Aber ich bin mir sicher, dass der ganze Wirrwarr nach der UFC 216 ein Ende hat und wir dann Klarheit darüber haben, ob Ferguson oder Lee der legitime Contender sein wird.

Die Nummer 1: Khabib Nurmagomedov

Khabib Nurmagomedov – Der Pechvogel ist noch die Nummer 1 im UFC Lightweight Ranking und mit seinem makellosen Rekord (24:0/8:0 UFC) ein weiterer legitimer Anwärter. Der Athlet aus Dagestan/Russland hat mit seinen überragenden Ringerqualitäten so gut wie alle seine Gegner in den Boden gestampft. Leider wird Nurmagomedov oft von Verletzungen geplagt. Wie bereits eingangs erwähnt, hat ihm seine fragil wirkende Gesundheit schon bei UFC 209 einen Strich durch die Rechnung gemacht und seine bis dato größte Chance versaut. Er ist allerdings nach wie vor ein Top-Anwärter.
Auch McGregor hatte bereits sein Interesse signalisiert. Er sprach sogar über einen möglichen Kampf in Russland. Dort ist Nurmagomedov gerade dabei, den Legendenstatus des besten MMA-Kämpfers Fedor Emelianenko zu beerben. So würde ein Sieg McGregors in Russland gegen Khabib für riesige Furore sorgen und seine Aktien enorm steigen lassen. Aber McGregor braucht die Sicherheit, dass Nurmagomedov den Kampf wirklich annehmen kann. Daher ist es wahrscheinlicher, dass Nurmagomedov zuerst gegen einen anderen Kämpfer antreten wird oder muss. Nurmagomedov hat bereits getwittert, dass er noch im Dezember kämpfen wird: Gegner? Vorerst unbekannt! Oder wird es vielleicht doch schon McGregor? Wir werden sehen.

Gewinnbringendes Rubbermatch gegen Nate Diaz

Nate „I’m not surprised motherfucker“ Diaz, ist der Einzige, der McGregor in der UFC besiegen konnte. Im ersten Kampf, nach dem Überleben der ersten Runde, konnte Diaz den konditionsschwachen McGregor via Rear Naked Choke zur Aufgabe zwingen. Im Rückkampf konnte sich “The Notorious“ revanchieren. Er bezwang Diaz nach Mehrheitsentscheidung, aber ein Sieg ist ein Sieg, daher kräht heute auch kein Hahn mehr danach.
Deshalb würde ein dritter Kampf durchaus Sinn machen, um in diesem “Konflikt“ alles klarzustellen. Und dieses Duell soll, so viel scheint schon festzustehen, irgendwann im Leichtgewicht stattfinden. Aber wohl nicht mehr 2017, sondern zu einem späteren Zeitpunkt. Der Grund dafür ist Nate Diaz, der auf dem Papier derzeit einfach kein Titelanwärter im Leichtgewicht ist. Sein letzter Kampf in der Gewichtsklasse war vor zwei Jahren. Und (Achtung!) sein Kampfrekord in den letzten 5 Kämpfen im Leichtgewicht: 2 Siege und 3 Niederlagen. Die beiden Kämpfe gegen McGregor fanden im Weltergewicht statt. Und wenn man sich so umhört, haben die meisten Fans zum jetzigen Zeitpunkt auch noch keine Lust auf die Fortsetzung. Ich fände es attraktiver, wenn Diaz erst einmal 2 Kämpfe im Leichtgewicht erfolgreich bestreitet und er dabei zum Beispiel gegen Nurmagomedov antritt.

20 Millionen oder kein Kampf!

Aber nun zu einem Problem hierbei. Wir wissen alle, dass Diaz jemand ist, der in puncto Selbstbewusstsein McGregor in nichts nachsteht. Sein “Kamm“ ist ihm nach den beiden Duellen gegen McGregor wie einem stolzen Gockel kräftig angeschwollen und er scheint derzeit keine Lust auf Kämpfe zu haben – außer er bekommt 20 Millionen – wie er kürzlich mitgeteilt hat. Das sind Dimensionen, die wohl nur gegen einen McGregor möglich wären.

Jahresendspurt

Bei UFC steht jetzt erst einmal ein heißer Jahresendspurt an. Mehrere große Kämpfe stehen fest. Aber vor allem die UFC 219 am 30. Dezember ist noch mit einem großen Fragezeichen versehen. Ich glaube, selbst die UFC weiß noch nicht genau, was da passiert. Werden wir da womöglich McGregor im Hauptkampf sehen?

Nach dem Money-Fight sprach man davon, dass der Ire noch in diesem Jahr kämpfen würde. Aber vor einigen Tagen äußerte sich McGregors Trainer John Cavanagh dahin gehend, dass sein Schützling dieses Jahr nicht mehr ins Oktagon steigen wird. Stattdessen würde es ihm besser gefallen, wenn der nächste Kampf zum St. Patrick’s Day, dem irischen Feiertag schlechthin, am 17. März 2018 stattfinden würde. Wunschgegner: Nate Diaz!

Möglicher Überraschungsgegner 2018: George St. Pierre?

Sollte McGregor erst im Frühjahr 2018 kämpfen, würde tatsächlich ein Kampf gegen den Interims-Champion Sinn machen, der dieses Wochenende zwischen Ferguson und Lee ermittelt wird.
Es kann aber auch sein, dass McGregor erneut in den Boxring steigt oder wieder etwas ganz Verrücktes macht und gegen George St. Pierre kämpft. Durch den Legendenstatus von GSP und vor allem im Falle eines Sieges des Kanadiers gegen Bisping würde dieser Kampf sowohl der UFC als auch den Kämpfern Berge an Kohle bringen. Und Geldmachen steht bei der UFC seit dem Verkauf an erster Stelle.

Ultimatives Fight-Weekend!

Man kann viel über mögliche Varianten diskutieren. Doch stattdessen lehne ich mich jetzt zurück, mache die Beine lang und genieße zunächst einmal das ultimative Fight-Weekend in Deutschland. Schließlich erwartet mich und das Team von GFN in Bochum an zwei Tagen die Fair FC 7 sowie einen Tag später Grand Boxing. Und wie bereits erwähnt, findet auch UFC 216 statt.

In diesem Sinne viel Spaß und noch mehr Action!

Euer Alex Unruh