Am 1. Januar 2020 könnte MMA in Frankreich legalisiert werden

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Frankreich: MMA-Verbot soll aufgehoben werden

Französische MMA-Fans können sich wieder leise Hoffnungen machen, dass Mixed Martial Arts am 1. Januar 2020 in Frankreich legalisiert wird. Im Dezember soll das französische Nationalkomitee für Olympische Spiele und Sport (CNOSF) eine endgültige Entscheidung bekannt geben. Die weltgrößte MMA Organisation UFC, die promt ihre Hilfe anbot, begrüßt diesen Vorstoß Frankreichs.

Noch nicht sicher

Am Montag kündigte die französische Sportministerin Roxana Maracineanu mit, dass man in Kürze ein Komitee bildet, um die Legalisierung von MMA in Frankreich zu realisieren, die am 1. Januar 2020 offiziell werden könnte. Um den Sport zu regulieren, können sich interessierte französische Sportverbände bewerben. Interessierte Verbände können dafür ihre Unterlagen bis zum 27. September einreichen. Diese werden von einer Kommission mit Fachkompetenz bewertet und das Ergebnis anschließend der Sportministerin Roxana Maracineanu mitgeteilt. Zwischen dem 2. und 6. Dezember soll dann das französische Nationalkomitee für Olympische Spiele und Sport (CNOSF) eine endgültige Entscheidung bekannt geben. Das Ergebnis wird Ende des Jahres erwartet. Die Legalisierung ist damit zwar noch nicht sicher, aber man kann davon ausgehen, dass der CNOSF grünes Licht geben wird.

UFC will helfen

Die UFC begrüßt die Ankündigung des Sportministeriums und ist bereit, ihr MMA-Know-how zur Verfügung zu stellen und Frankreich beratend zu unterstützen.

Situation in Deutschland

In Deutschland sieht die Lage (noch) entspannt aus, da es ein MMA-Verbot nicht gibt. Allerdings interessieren sich seit einigen Jahren immer wieder Politiker für MMA hierzulande. Es gab vor zwei Jahren eine kleine Anfrage der Abgeordneten Monika Lazar, Özcan Mutlu, Luise Amtsberg, Volker Beck (Köln), Katja Keul, Renate Künast, Irene Mihalic, Dr. Konstantin von Notz, Tabea Rößner, Elisabeth Scharfenberg, Ulle Schauws, Hans-Christian Ströbele und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an die Bundesregierung zu Verbindungen von Mixed-Martial-Arts-Kampfsportlern zur rechtsextremen Szene. 

Diese Information ist uns auch seither bekannt, aber war für uns keine Schlagzeile wert, da es vorerst nichts zu bedeuten hat. 

Unter anderem wurde die Bundesregierung gefragt, aus welchen Quellen sich MMA-Clubs finanzieren, welche Rolle die rechtsextreme Szene spielt und nach Verbindungen der MMA-Szene zur Hooligan-Szene. Insgesamt wurden 24 Fragen gestellt. Ein Ergebnis ist uns aktuell nicht bekannt. Die deutsche MMA-Szene sollte sich nicht zu sicher sein. 

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